Untersuchungen

Bankenmonitor
Kunden geben Urteil zu ihrer Bank ab

Die Ergebnisse zu unserem ersten Bankenmonitor liegen vor. Mehr als 3.700 Kunden in den Städten, Berlin, Hamburg, München und Köln gaben ihr Urteil zu ihrer Bank ab. Jeder Befragte konnte maximal zwei seiner Banken (Hauptbank und Zweitbank) bewerten, sodass insgesamt über 5.200 Bewertungen vorliegen.

Das Ziel der Befragung war es, den Bankkunden die Leistungen seiner Bank durch gezielte Fragestellungen bewerten zu lassen. Hierzu konnten Kunden bei bis zu 15 Fragen ihr Urteil zu jeder Bank abgeben. Die Bewertung erfolgte daher nicht auf Basis einer geringen Stichprobe wie es z.B. beim mystery-shopping oftmals der Fall ist.

In den folgenden vier Kategorien bewerteten die Befragten ihre Bank:

  • Kundenzufriedenheit (Weiterempfehlung)
  • Service & Freundlichkeit
  • Beratungsqualität
  • Produktzufriedenheit

Die Ergebnisse zu den exzellenten Banken finden Sie hier

bAV
Studie zur gesetzlichen Reform der betrieblichen Altersversorgung

Deutschland braucht eine umfassende Reform der betrieblichen Altersversorgung (bAV). Dafür muss der Staat zwar anfangs investieren, langfristig finanziert sich die Reform aber selbst. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie vom Institut für Vorsorge und Finanzplanung im Auftrag von Fidelity International.

Aktuell beträgt die Versorgungslücke, die ein durchschnittlicher Arbeitnehmer im Alter schließen muss, etwa 45 Prozent. Gegenwärtig kann die bAV aufgrund ihrer stagnierenden Verbreitung und existierender gesetzlicher Hemmnisse allerdings keinen substanziellen Beitrag zur Schließung dieser Lücke leisten.

Eine erfolgreiche Reform der bAV muss daher zwei zentrale Ziele verfolgen: Erstens müssen mehr Arbeitnehmer an der bAV teilnehmen, und zweitens müssen Arbeitnehmer höhere Leistungen aus ihr beziehen. Um diese Ziele zu erreichen, hat das IVFP konkrete Reformvorschläge für eine leistungsstarke bAV ermittelt.

Die fünf zentralen Reformvorschläge die sich aus der Studienausarbeitung ergeben sind:

  1. Einführung eine Opting-Outs in der Entgeltumwandlung (ergänzt durch freiwillige Arbeitgeberzuschüsse)
  2. Weiterentwicklung der bAV als Beitragszusage
  3. Anrechnung der bAV auf die Grundsicherung beseitigen
  4. Belastung der bAV durch die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung reduzieren
  5. Abzinsungssatz in der Steuerbilanz anpassen

Download Studie

Riester
Reale Riester-Verträge in der Auszahlphase

Bei der sogenannten Riester-Rente handelt es sich um eine staatlich geförderte Form der Altersvorsorge. Die Intention des Gesetzgebers war es hierbei, dass aufgrund des absinkenden Niveaus der gesetzlichen Rente, die Arbeitnehmer vermehrt private Vorsorge betreiben sollen. Die Riester-Rente ist folglich als lebenslange Leibrente ausgestaltet. Das IVFP untersucht im Zusammenhang mit realen Riester-Verträgen, die sich bereits in der Auszahlphase befinden, zwei Kritikpunkte an der Riester-Rente auf deren Wahrheitsgehalt hin. Der eine Kritikpunkt ist, dass sich „riestern“ nur lohne, wenn man ein biblisches Alter erreicht, sprich die Nettorenten übersteigen erst sehr spät die Nettoaufwände/-einzahlungen des Kunden. Der andere Aspekt ist die oft kritisierte geringe Rendite für den Kunden. Hier werden häufig zu hohe Kosten angemerkt. Die Analyse der uns bisher vorliegenden 4.707 anonymisierten Verträge zeigt, dass die Kritik an der Riester-Rente in den beiden untersuchten Aspekten ungerechtfertigt ist. Es wurde eine Beitragsrendite im Durchschnitt von 3,3 Prozent festgestellt. Weiterhin übersteigen die Nettorentenzahlungen in der Untersuchung die Nettobeiträge des Kunden im Durchschnitt bereits nach 15 Jahren, was in der Untersuchung etwa einem durchschnittlichen Alter von 79 Jahren entspräche.

Die vorliegende Analyse unterscheidet sich von den bisherigen Riester- Untersuchungen darin, dass tatsächlich existierende Riester-Verträge ausgewertet wurden, anstatt lediglich mit Hochrechnungen zu arbeiten.

Download Gesamtergebnis 2016

Effektivkosten
Effektivkosten richtig interpretieren!
Aufgrund des LVRG werden seit 01. Januar 2015 die Effektivkosten in den Vertragsunterlagen ausgewiesen. Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat die sogenannten Effektivkosten, die Renditeminderung von Versicherungsverträgen durch Kosten, näher betrachtet. Wie sich in der Analyse zeigt, ist die Kenngröße „Effektivkosten“ sehr interessant, aber weniger für Produktvergleiche geeignet. Zur Verdeutlichung ein Beispiel in der nachfolgenden Grafik. Diese zeigt, dass ein Versicherungstarif mit niedrigeren Effektivkosten nicht automatisch auch die bessere Wahl aus Renditesicht ist.

Auf den ersten Blick ist dieser Sachverhalt im oberen Beispiel und auch andere Herausforderungen im Zusammenhang mit Effektivkosten nicht immer erkennbar. Zur Unterstützung bei der Effektivkosteninterpretation können Berater sich den kostenlosen Leitfaden des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) herunterladen. Dieser soll dabei unterstützen, die Fallstricke im Kontext der Effektivkosten besser zu erkennen und zu verstehen.

Download Leitfaden Effektivkosten

Indexpolicen
Viele Lösungen, ein Überblick!
Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und der hohen Nachfrage nach indexgebundenen Rentenversicherungen (Indexpolicen) setzen Versicherungsunternehmen zunehmend auf dieses innovative Produktkonzept. Da sich die bisher erhältlichen Indexpolicen zum Teil erheblich in der Art der Partizipationsbeschränkung unterscheiden und häufig verschiedene Indices zur Auswahl stehen, lassen sich die angebotenen Indexmodelle nur schwer miteinander vergleichen.

Wie die obere Grafik zeigt, sind indexgebundene Rentenversicherungen so aufgebaut, dass Versicherungsnehmer i. d. R. jährlich das Recht besitzen, vor Beginn des jeweiligen Indexstichtages zwischen einer Partizipation an einem Index oder einer Partizipation an der Überschussbeteiligung (sichere Verzinsung) des Versicherers zu wählen. Der Versicherungsnehmer hat somit die Möglichkeit, einen fixen gegen einen variablen Zinssatz zu tauschen. Damit sich Interessenten an Indexpolicen einen besseren Überblick über die Indexmodelle und den Markt der Indexpolicen verschaffen können, bietet das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) einen kostenlosen Überblick zum herunterladen an.

Download Überblick Indexpolicen

Die Kosten einer garantierten, lebenslangen Rente
Entwicklung der letzten 15 Jahre
Die Verbraucher in Deutschland erwarten ein hohes Maß an Sicherheit, wenn es um ihre Altersvorsorge geht. Die Herausforderungen – aber auch gleichzeitig die Chancen – für die Finanz- und Versicherungsbranche bestehen darin, geeignete Produktkonzepte, die eine angemessene Rendite bei vergleichsweise hohen Garantien erwirtschaften, für die Verbraucher zu entwickeln. In der Studie wird untersucht, um wie viel sich Garantien für den Verbraucher in der derzeitigen Niedrigzinsphase seit dem Jahr 2000 verteuert haben.

Hierfür wird für den Zeitraum 2000 bis 2015 der Preis – ausgedrückt in der notwendigen Einmalprämie – einer garantierten, lebenslangen monatlichen Rente in Höhe von 100 Euro ermittelt. Das Ergebnis ist eindeutig: 100 Euro lebenslange, garantierte Rente pro Monat kostete zur Jahrtausendwende ca. 18.200 Euro. Heute muss der Kunde mehr als 29.100 Euro für eine identische Leistung bezahlen. Dies entspricht einem Anstieg um ca. 60 Prozent. Vergleiche hierzu auch obere Abbildung. Lässt man den biometrischen Trend (die Einführung der Unisex-Kalkulation und die Erhöhung der Lebenserwartung) unberücksichtigt, d. h. der Anstieg ist alleinig auf die Reduktion des Rechnungszinses zurückzuführen, ist der Preis für eine lebenslange Garantierente im gleichen Zeitraum immerhin noch um über 41 Prozent gestiegen.

Download Vollständiges Gutachten

Marktforschung der OTH Amberg-Weiden:
Wirksamkeit von Gütesiegeln innerhalb der Finanzbranche untersucht

In Zusammenarbeit mit der Hochschule Amberg-Weiden wurde im Rahmen einer Bachelorarbeit die Verbrauchermeinung zu elf, für den Finanzbereich maßgeblichen Gütesiegeln untersucht.

Dabei wurden die Verbraucher nach speziellen Eigenschaften gefragt, die sie mit den entsprechenden Prüfsiegeln verbinden, u.a. Bekanntheit, Vertrauenswürdigkeit und Kompetenz, sowie das Ansehen der jeweiligen Prüfinstitution.

Download Ergebnisse des IVFP