Altenstadt/WN, November 2017 – Auch die Krankenversicherungsbranche muss sich der Herausforderung der Digitalisierung für ihr Geschäftsmodell stellen und kämpft weiter mit dem Negativimage der stetig steigenden Beiträge. Die Leistungsaufwendungen durch immer höhere Kosten im Gesundheitswesen steigen jedes Jahr weiter an. Mit der lange überfälligen Reform der GOÄ wird es wohl nicht besser werden. Auch die anhaltende Niedrigzinsphase tut ihr Übriges. Die Branche ist gefangen von Zinskrise und Leistungssteigerungen. Im letzten Jahr hinterließen die niedrigen Zinsen noch wenig Spuren und die Reserven der PKV blieben auf hohem Niveau. Auch die Alterungsrückstellungen konnten gesteigert werden. Allerdings hat sich die Zahl der Anbieter 2017 durch Fusionen weiter reduziert.

Für die Verbraucher zählt nur eins: Sie möchten sicher sein, dass ihre Krankheitskosten abgedeckt sind. Und zwar auch später, im Alter. Dann, wenn die Krankheiten erfahrungsgemäß verstärkt auftreten und finanziert werden müssen. Ein Vollkostentarif ist daher im Grunde eine Form der langfristigen Kapitalanlage.

Damit rückt die Unternehmensqualität der Krankenversicherer stark in den Vordergrund. Denn diese ist das Hauptargument für eine stabile Beitragspolitik. Nur ein wirtschaftlich gesundes Unternehmen mit einer professionellen Kapitalanlagepolitik ist in der Lage, mögliche Beitragsanpassungen in moderater Form an seine Kunden weiterzugeben. Zudem hat der Begriff Qualität schon immer die Kaufentscheidungen der Deutschen stark beeinflusst. Axel Meder, Versicherungsmathematiker und Mitglied des fachlichen Beirats des Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) stellt in diesem Zusammenhang fest: „Es nützt Kunden nichts, ein Spitzenprodukt zu kaufen, das die Erwartungen langfristig nicht hält.“

Das Institut bietet mit seinem qualitativen Ansatz und einem transparenten Rating eine wertvolle Entscheidungshilfe. Im diesjährigen Folgerating „KV Unternehmensqualität 2017“ werden die wichtigsten Kennzahlen zusammengefasst und die Marktteilnehmer verglichen.

Was wurde untersucht?

210 Punkte werden anhand von 23 Kriterien vergeben, aufgeteilt in die Qualitätsbereiche Stabilität, Sicherheit, Ertragskraft und Markterfolg. Dabei werden nur Werte untersucht, die sich aus den Zahlenwerken der Krankenversicherungsunternehmen respektive dessen Einbettung in eine Unternehmensgruppe (Konzernbericht) und aus öffentlich zugänglichen Quellen (Geschäftsbericht, BaFin-Berichte) herauslesen lassen.

Das Ratingsystem des IVFP wurde dabei hinsichtlich seiner Homogenität überprüft und zusätzlich durch Sensitivität- und Abhängigkeitsanalysen anhand geeigneter Monte Carlo Simulationen verifiziert. Für die Punktevergabe hat das Institut Prinzipien festgelegt, die sicherstellen, dass jedes Unternehmen fair und objektiv bewertet wird.

Unter www.ivfp.de/KV-Rating Unternehmensqualität stehen die Ergebnisse online zur Verfügung.

Weitere Informationen gibt es unter www.ivfp.de.

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