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Privatrenten-Rating 2019: Altersvorsorge durch private Rentenversicherungen in Zeiten von kapitalmarkteffizienten Produkten

Der Trend, in der privaten Altersvorsorge verstärkt auf kapitalmarktgebundene Produkte zu setzen, geht weiter. Die Versicherer bieten für ihre Kunden unterschiedliche Strategien an, um deren Kapitalmarktwünschen am besten entsprechen zu können. Die Anlagephilosophien hinter diesen Strategien unterscheiden sich von gemanagten Fondsportfolios bis hin zu verschiedenen Einzelfonds sehr stark. „Eine beste Strategie im Allgemeinen gibt es dabei nicht“, so Prof. Michael Hauer, Geschäftsführer des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP), “zu individuell sind die Kundenwünsche und damit auch die Fondsstrategien“.

Das jeweilige Fondsangebots einer fachgerechten Bewertung durch das IVFP zu unterziehen, wurde dadurch immer komplexer und daher vom IVFP neu ausgerichtet und erweitert. Im Ergebnis werden nun die angebotenen Fonds(-strategien) drei Hauptkategorien zugeordnet und deren Einteilung und Bewertung anhand einer Peergroup-Einstufung vorgenommen. Näheres dazu finden Sie unter „Informationen zum Produktrating Private Rentenversicherungen“

Herausgekommen sind eine differenziertere Betrachtung des jeweiligen Fondsspektrums und die Gewissheit, dass das Rating des IVFP noch ein Stück mehr an Qualität gewonnen hat.

Was wurde im aktuellen Privatrenten-Rating untersucht?

Ein Vergleich zwischen den Anbietern lohnt immer und das 10-jährige Jubiläums-Rating vom IVFP zu den privaten Rentenversicherungstarifen liefert eine wertvolle Orientierung. Die Ergebnisse werden mit den Auszeichnungen “Exzellent – Sehr Gut – Gut“ bewertet, sowohl im Gesamtergebnis, als auch in den einzelnen Teilbereichen und die Versicherer sind innerhalb der Gesamtnoten alphabetisch sortiert.

In diesem Jahr hat das IVFP 148 Tarife von 53 Anbietern auf bis zu 89 Kriterien hin untersucht. Die Einteilung erfolgte in die Kategorien klassisch, Klassik Plus, Index, fondsgebunden mit und ohne Garantien sowie Comfort. Das Gesamtergebnis setzt sich wie in allen Ratings des Instituts aus der Summe der vier Teilbereiche Unternehmensqualität (35 %), Rendite (30 %), Flexibilität (25 %) sowie Transparenz und Service (10 %) zusammen.

Unter www.ivfp.de/Privatrenten-Rating2019 stehen die Ergebnisse online zur Verfügung.

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2019-06-27T10:01:58+00:00 27. Juni 2019|Blog, Newsletter, Pressemitteilungen, Rating|2 Comments

2 Kommentare

  1. …..und jetzt noch den garantierten Rentenfaktor -Auszahlung- berücksichtigen! Das ergibt dann für den Kuden den Realwert. Vielleicht auch noch ob bei der Renditeberechnung die Abzüge für Dividenden bei den AGs berücksichtigt wurden….

    • Manuela Heubeck 28. Juni 2019 um 10:39 Uhr - Antworten

      Sehr geehrter Herr Strassnig,

      vielen Dank für Ihren Kommentar zu unserer Veröffentlichung.

      Wir betrachten die Entwicklung der Rentenfaktoren bereits seit über 10 Jahren. In unseren Ratinganalysen haben wir im Verlauf der Jahre festgestellt, dass es deutliche Unterschiede beim garantierten Rentenfaktor in Fondspolicen zwischen den einzelnen Anbietern gibt.
      Wir nahmen das Thema sehr ernst und untersuchten den Sachverhalt ausführlich. Dabei ergab sich u.a., dass hohe garantierte Rentenfaktoren durchaus nachteilig sein können. U. U. müssen dafür Zinszusatzreserven gebildet werden und ggf. könnte das Versichertenkollektiv (kollektive Verzinsung) des Versicherungsunternehmens Nachteile erleiden.

      Die wesentlichen Aspekte in der kritischen Betrachtung der garantierten Rentenfaktoren sind:
      • Besteht eine Möglichkeit den RF anzupassen (Treuhänderklausel, § 163 VVG)
      • Auf welches Vertragsguthaben bezieht sich dieser Rentenfaktor (Gesamtguthaben, beitragsfinanzierter Teil, sind Schlussüberschüsse inbegriffen). Ist das klar ersichtlich?
      • Können noch nicht zugeteilte (Schluss-)Überschüsse und Bewertungsreserven (sowohl Ansparphase als Rentenphase) dazu verwendet werden, das Deckungskapital zu erhöhen, um die versicherte Rente lebenslang zu bezahlen? (mögliche Folge: Rentensteigerungen können geringer ausfallen)
      • Gibt es eine Günstigerprüfung zu Rentenbeginn?

      Hinzu kommt die Zinssituation. Theoretisch könnte in Zukunft das Rentenfaktorniveau fallen oder steigen. Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass das „Downside-Risiko“ beim aktuellen Niveau des Rechnungszinses von 0,9 Prozent sehr gering ist. Selbst bei einem Rechnungszinsniveau von 0 Prozent wäre der Rentenfaktor nach unseren Berechnungen noch bei etwa 24 (30-jähriger, Rentenbeginn 67). Die Sterblichkeitsprognosen der Sterbetafeln nach DAV2004 R sehen wir ebenfalls als stabil an. Sie wurde bereits mehrfach von der DAV überprüft und mussten in den letzten Jahren nicht angepasst werden.

      Unser Rating stellt eine Kaufempfehlung für den Neuabschluss dar. Für einen Kunden, der heute eine Versicherung abschließt, hat der garantierte Rentenfaktor unserer Meinung nach eine untergeordnete Bedeutung (Rechnungszins schon sehr niedrig & Sterblichkeitsprognosen gut kalkuliert). Weiterhin ist nicht eindeutig, ob ein hoher garantierter Rentenfaktor zu höheren individuellen Rentenleistungen führt – siehe Ausführungen oben. Zusätzlich kann eine hohe Garantie im Rentenfaktor zu einer geringeren Kollektivverzinsung (Stichwort: Zinszusatzreserve) führen.
      Aufgrund all dieser Aspekte ist es keineswegs eindeutig, dass eine hohe Rentenfaktorgarantie für den einzelnen Versicherten oder das Kollektiv von Vorteil ist, daher erscheint uns eine Wertung des garantierten Rentenfaktors der Höhe nach nicht sinnvoll.

      Die Berücksichtigung von Dividenden oder anderer Posten ist in unseren Ratingverfahren nicht durchführbar. Haben Sie hierfür bitte Verständnis.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Team des IVFP

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